Zu unserem Grundansatz

Wir sehen uns dem systemisch-lösungsorientierten Ansatz verpflichtet.

Das lösungsorientierte Denken und sein Menschenbild sind aus dem Konstruktivismus heraus entstanden. Die Konstruktivisten sind zur Überzeugung gekommen, dass es keine absolute Wahrheit gibt, sondern dass jeder Mensch seine eigene Wahrheit hat und dass jeder seine eigene Wirklichkeit konstruiert. Wir konstruieren die Welt durch unser Denken, durch unsere Sprache und durch unser Handeln.

Der pädagogisch-therapeutische Ansatz geht auf Steve de Shazer und seine Frau Insoo Kim Berg zurück. Sie haben diesen Ansatz des lösungsorientierten Modells im Brief Family Therapy Center (Kurzzeit-Familien-Therapie-Zentrum) in Milwaukee, Wisconsin (USA) durch die Auswertung zahlreicher Therapiegespräche entwickelt. Inspiriert und angeregt durch die Gruppe des MRI von Paolo Alto (Bateson, Fisch, Watzlawick, Weakland u.a.), lehrt uns das lösungsorientierte Modell, wie Lösungen entstehen, die vom Klienten selbst entwickelt werden und nicht von den beratenden Experten.

Das Menschenbild, dem wir unser lösungsorientiertes Denken zu Grunde legen, formulieren wir in Annahmen. Es sind Ansichten, die wir für unsere Arbeit als hilfreich erachten. Wir gehen aber nicht von dem Anspruch aus, dass sie für alle Menschen Gültigkeit haben. Darum haben wir den Ausdruck Annahmen und nicht etwa Wahrheiten gewählt.

Die 7 lösungsorientierten Annahmen

1. Probleme sind Herausforderungen, die jeder Mensch auf seine persönliche Art zu bewältigen sucht.

2. Wir gehen davon aus, dass alle Menschen ihrem Leben einen positiven Sinn geben wollen und dass die nötigen Ressourcen dazu vorhanden sind. In eigener Sache sind wir kundig und kompetent.

3. Es ist hilfreich und nützlich, dem Partner bzw. der Partnerin sorgfältig zuzuhören und ernst zu nehmen, was er/sie sagt.

4. Wenn du dich am Gelingen und an den kleinen Schritten in die Zukunft orientierst, findest du eher einen Weg.

5. Nichts ist immer gleich, Ausnahmen deuten auf Lösungen hin.

6. Menschen beeinflussen sich gegenseitig. Sie kooperieren und ändern sich eher und leichter in einem Umfeld, das ihre Stärken und Fähigkeiten unterstützt.

7. Jede Reaktion ist eine Form von Kooperation, Widerstand auch.